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Rechtliche Grundlagen

Religion ist ordentliches Lehrfach

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Religionsunterricht ist Unterricht in einem werteorientierten Fach, das den Lernenden vielfältige Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Orientierung in Lebens- und Glaubensfragen bietet. Der Evangelische Religionsunterricht erfüllt als ordentliches Lehrfach in der Schule den Auftrag des Grundgesetzes, den Schülerinnen und Schülern zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit (Art. 2, 1 GG) zu verhelfen und sie zu befähigen, ihre Gewissens- und Religionsfreiheit wahrzunehmen (Art. 4 GG).

Da es sich bei diesem Unterricht nach dem Grundgesetz nicht um neutrale Religionskunde handelt, der Staat aber seine weltanschauliche Neutralität wahren muss, übernehmen die Religionsgemeinschaften die inhaltliche Verantwortung für diesen Unterricht. Der Staat (das jeweilige Bundesland) ist zuständig für die unternehmerischen Aufgaben wie Personal, Räume und Unterrichtsmaterialien. Damit ist der Religionsunterricht eine so genannte "res mixta", ein Unterrichtsfach also, das vom Staat und von der Religionsgemeinschaft gemeinsam getragen wird. Daher werden die Religionslehrkräfte vom Staat mit der staatlichen Unterrichtserlaubnis (Master/2. Staatsexamen) und von der Kirche mit der Kirchlichen Unterrichtserlaubnis (Vokation) für diesen Unterricht beauftragt.

Das Fach wird nach evangelischer Auffassung „in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften“ (Art. 7,3 GG) erteilt, wenn der evangelische Standpunkt der Lehrkraft gesichert ist. Weiterhin wird der Evangelische Religionsunterricht an der öffentlichen Schule in seinen Inhalten von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland mitverantwortet (Staatskirchenvertrag).